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Statements zu KEP

Regierungsrätin Jacqueline Fehr, Vorsteherin der Direktion der Justiz und des Innern

Auf dem Weg zum Datenhighway

Regierungsrätin Jacqueline Fehr

Wir leben in spannenden Zeiten. Technische Innovationen schaffen immer wieder neue Möglichkeiten. Heute bestellen wir uns per App ein Taxi zum Bahnhof, kontrollieren während der Fahrt auf dem Smartphone, ob die Zugsverbindung Verspätung hat - und laden gleich noch das Ticket aufs Handy. Am Abend zu Hause, mit dem Tablet auf dem Schoss, steht uns die Welt offen: Flüge buchen, den Wocheneinkauf bestellen, den Umzug melden, einen Termin im Passbüro buchen… Die Möglichkeiten der Digitalisierung sind enorm. Wie schön, können wir uns an dieser Entwicklung beteiligen und die Geschichte mitgestalten!

Denn zu entwickeln haben wir noch viel – andere Länder sind uns bezüglich Digitalisierung deutlich voraus. Die Esten zum Beispiel wickeln ihre Geschäfte mit allen Behörden ganz selbstverständlich elektronisch ab. Im Zentrum des Systems steht die sogenannte «X-Road», eine Datenautobahn, die sämtliche Daten über alle Einwohnerinnen und Einwohner vereint. Daten werden nur einmal erfasst und können vielfältigst verwendet werden – für das Ausfüllen der Steuererklärung werden die Daten per Knopfdruck zusammengestellt; eine Sache von Minuten.

Soweit sind wir im Kanton Zürich noch nicht – aber wir arbeiten daran! Mit dem Projekt eUmzug sind wir bereits erfolgreich gestartet. Ein nächster Meilenstein ist nun in Arbeit: die kantonale Einwohnerdatenplattform KEP. Diese zentral nutzbare Einwohnerregisterdatenplattform vereint die kommunalen Einwohnerregister. Die Beschaffung und Abfrage der Daten wird damit nicht nur sehr viel einfacher, sondern auch sicherer. Und – hier nähern wir uns Estland dann wirklich an – die einmal erhobenen Daten können auch weiteren Behörden zur Verfügung stehen und müssen nicht noch einmal erfasst werden.

Unter Leitung des Gemeindeamts biegt das Projekt KEP nach dem erfolgten Vergabeentscheid für das Softwaresystem in die Zielgerade ein. Die Einführung der neuen Plattform ist für 2018 geplant. Ich freue mich darauf!

Claude Fehr, Projektleiter KEP, Gemeindeamt

Claude Fehr

Mit der Kantonalen Einwohnerdatenplattform wollen wir die berechtigten Stellen von der heute aufwendigen Informationsbeschaffung entlasten. KEP als zentrales Einwohnerregister vereinfacht und automatisiert diese Abläufe und entlastet die Einwohnerkontrollen von Adressauskünften an andere Verwaltungsstellen. KEP ist ein E-Government Projekt des Kantons und der Gemeinden und ein weiterer Schritt Richtung digitale Verwaltung. In der Projektorganisation sind deshalb alle beteiligten Stellen vertreten.

Thomas-Peter Binder, Präsident VZGV, Gemeindeschreiber Gossau ZH

Thomas Binder, Gemeindeschreiber Gossau ZH

Ich freue mich auf die KEP. Diese zentral geführte digitale Kopie aller Einwohnerregister entlastet die Städte und Gemeinden sowie die Amtsstellen bei der Datenbeschaffung und bringt erst noch eine hohe Datensicherheit.

Remo Buob, Präsident Verband Zürcher Einwohnerkontrollen

Remo Buob, Leiter Einwohnerkontrolle Wettswil, Präsident VZE

Die Redensart „Nichts ist so beständig wie der Wandel“ trifft genau auf die aktuellen Ereignisse zu. Die täglichen technologischen Herausforderungen sind enorm und auch die gesetzlichen Grundlagen haben sich vor kurzer Zeit geändert. Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes über das Meldewesen und die Einwohnerregister im Jahre 2016 folgt die Verordnung, wo unter anderem die Grundlagen für kommende Datenbezüge über die Kantonale Einwohnerdatenplattform geschaffen werden, welche voraussichtlich per 1. Januar 2018 in Kraft tritt.

Der eUmzugZH wurde erfolgreich eingeführt und nun geht es Schlag auf Schlag mit der kantonalen Einwohnerdatenplattform, welche nicht nur bei der Beschaffung bzw. der Abfrage von Daten für viele Amtsstellen grosse Vorteile bringen wird. Die zürcherischen Einwohnerkontrollen denken und arbeiten zukunftsorientiert und nehmen solche Herausforderungen gerne an.

Unser Verband war und ist auch in diesem Projekt beteiligt und so freuen wir uns auf die Einführung im Jahre 2018.