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Konzeption

sinnbildliche Grafik neues Baugesuchsformular

Das Projekt «eBaugesucheZH» vereint zwei Kernfunktionalitäten. Einerseits wird ein dynamisches, regelbasiertes Baugesuchsformular eingerichtet. Mit diesem können Baugesuche elektronisch über eine Plattform eingereicht werden. Informationen zum Baugesuch sind jederzeit einsehbar. Andererseits können über die Plattform die Bewilligungsbehörden der Gemeinden und des Kantons Baugesuchsunterlagen beziehen und Statusänderungen, Zuständigkeiten und Aktionen zu den Baugesuchen kommunizieren.

Mit «eBaugesucheZH» können die Gesuchsteller die Baugesuchsangaben in einer frühen Phase der Eingabe vollständiger und qualitativ besser als heute einreichen. Dies führt dazu, dass weniger Koordinationsaufwand mit der Verwaltung nötig ist. Die bessere Transparenz der Termine und des Standes des Baubewilligungsverfahrens ermöglicht es den Planern, die Projekte effizienter durchzuführen. Gerade für institutionelle Anleger und Projektentwickler ist dies ein grosser Vorteil.

Basierend auf dem RRB Nr. 1027/2015 werden die bestehenden, dezentralen Bauverwaltungslösungen mit eCH-Standards (eCH-0129 und eCH-0211) an die elektronische Plattform angebunden. Die jeweiligen Hoheiten werden so gewahrt und die Gemeinden können eine Bausoftware ihrer Wahl betreiben.

Über «eBaugesucheZH» kann sowohl ein Baugesuch im ordentlichen Verfahren, als auch im Anzeigeverfahren eingereicht werden. Im Rahmen des Teilprojekts «neues Baugesuchsformular» der Leitstelle für Baubewilligungen des Kantons Zürich wird ein neues, einheitliches Baugesuchs-formular für das ordentliche Verfahren und das Anzeigeverfahren erarbeitet. Dadurch fallen die zahlreichen Zusatzformulare weg und es wird eine Eingabelogik beschrieben, welche es dem Gesuchsteller ermöglicht, auf einfache Art und Weise auf Anhieb ein korrektes Baugesuch elektronisch einzureichen. Abhängig von den getätigten Eingaben wird der Gesuchsteller intuitiv durch das Formular geführt und entsprechende Hilfestellung geboten, beispielsweise welche Dokumente zum Baugesuch hochzuladen sind. Der Gesuchsteller kann über «eBaugesucheZH» zahlreiche Anträge an die Gemeinde stellen, die Entscheide der Behörde einsehen und sich über den Status des Baugesuchs informieren. Somit erhöht sich die Transparenz für den Gesuchsteller erheblich.

Gemeinden, welche eine Bausoftware im Einsatz haben, können die eingegangenen Baugesuche automatisch in die Bausoftware importieren. Die administrative Verwaltung der Baugesuche wird nach wie vor mit der kommunalen Bausoftware vorgenommen. Diese Gemeinden profitieren vom integrierten Datenaustausch zwischen der Bausoftware und der elektronischen Plattform. Gemeinden ohne Bausoftware profitieren von der Möglichkeit, die Baugesuchsdaten elektronisch einzusehen und zu verwenden. Baugesuche, welche an den Kanton zur Beurteilung gehen, können elektronisch über «eBaugesucheZH» weitergeleitet werden. Weiter können zugriffsberechtigte Dritte (Fachingenieure, Feuerpolizei, etc.) über die Plattform eingeladen werden, zu einem Baugesuch ihre Beurteilung abzugeben und diese hochzuladen.

Mit ZHservices stellt der Kanton Zürich eine zentrale kantonale Web-Access-Infrastruktur zur Verfügung. ZHservices bildet einen wichtigen Pfeiler der E-Government-Strategie. Aus diesen Gründen wird ZHservices als Authentisierungslösung für «eBaugesucheZH» eingesetzt. Über ZHservices laufen bereits Angebote wie die Online Steuererklärung und der elektronische Umzug (eUmzugZH).